Philosophisches übers Essen – im Flugzeug

„Über den Wolken“ muss das Essen besonders schön sein. Das ist nicht ganz der Originaltext eines Liedes aus vergangener Zeit, als Fliegen noch Freiheit über den Wolken bedeutete.

Es war auf jeden Fall immer ein schöner Moment, wenn die freundlichen (und meist gut aussehenden) Damen und Herren mit dem Servierwägelchen den Gang entlang kamen und Essen und Getränke anboten. Ich freute mich jedesmal darauf, was wohl in all den Päckchen und Schälchen versteckt war. Dazu Rotwein, oder Tomatensaft (warum immer Tomatensaft?) oder beides.

Man musste ganz viel Entpackungsarbeit leisten, auf engstem Raum. Und gerade wenn der Wein im Becher ist (Glas wäre zu viel gesagt), kommen die Turbulenzen – gern auch beim brühenden heißen Kaffee, der aus dem Plastikbecher zu hüpfen drohte. Essen im Flugzeug ein Genuss? In jedem Fall ein Abenteuer. Es gibt Airlines, die stellen beim leisesten Hüpfer den Service ein. Andere, wie einst eine finnische auf dem Weg nach Singapur, servieren Essen und Getränke, auch als das Flugzeug Sackhüfen spielt. Und keinen stört das.

Mein vegetarisches Biriyani, das ich kürzlich über dem Südchinesischen Meer bestellt hatte, war schlicht, aber köstlich. Selbst das knallrote Plastikbesteck konnte den Genuss nicht mindern. Und die blutjungen Leute, die mir das Essen reichten, waren ein Augenschmaus. Ein kleiner Blick zurück in die Zeit, als Fliegen noch schön war.

3 Gedanken zu “Philosophisches übers Essen – im Flugzeug

  1. Och das sieht doch recht lecker aus. Be kind to Mother Earth hoch in den Wolken, ist auch cool.

    Immerhin hast du ein warmes Essen und ordentlich Platz drumherum, lustig fand ich immer diese „wo-packe-ich-das-alles-nur-hin-Schalen“ und warum musste die Butter immer steinhart sein?

    Is(s) ja schon fast einen Beitrag wert 😉

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    1. Stimmt mit der harten Butter (und der Kondensmilch, die regelmäßig „explodiert“). Das Biriyani auf AirAsia ist sehr zu empfehlen, kostet (vorbestellt) nur ca. 2 €. Leider gab es kein Raita oder Chutney dazu.

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      1. Stimmt, die Kondensmilch, die immer dem Nachbarn aufs Hemd flog.

        Ja so ein bisschen Raita an der Seite des Reis, hätte mir auch gefallen … aber das wäre schon wieder eine Schale mehr Zeug, was herumsteht und abstürzen kann 😉

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