Kühe zur Adoption

In desperaten Zeiten freut man sich über jede gute Nachricht. Diese hier kommt aus Uttar Pradesh, einem Bundesstaat in Nordindien mit rund 200 Millionen Einwohnern.

Dort sind nach einem Zeitungsbericht mehr als 100.000 streunende Kühe von insgesamt 50.000 Bürgern adoptiert worden. Das wird durch die Landesregierung unter Ministerpräsident Yogi Adityanath (er trägt tatsächlich ein safranfarbenes Gewand und war vor seiner Wahl ein Hindu-Priester) mit 900 Rupien (etwas mehr als 10 €) pro Kuh und Monat gefördert. Schon jetzt sind 650.000 herrenlose Kühe in mehr als 5.000 Kuhschutzzentren versorgt, auf Kosten der Regierung.

Über 1.800 Familien wurde jeweils eine Kuh zur Sicherstellung der Milchversorgung überlassen. Daneben sorgt die Regierung für Futterbanken und ordnete an, dass Kühe im Winter (der auch in Nordindien kühl sein kann) in Ställen untergebracht werden.

Politik für das Tierwohl im Land der heiligen Kühe, fürwahr. Aber nicht nur: Die Regierung will das wildernde Umherziehen der Wiederkäuer verhindern.

80 % der Bevölkerung von UP sind Hindus, der Staat gehört zum sogenannten Hindi belt, dem Kernland des nördlichen Subkontinents. Neben der Hauptstadt Lucknow sind die Industriestadt Kanpur, aber auch die heilige Stadt Varanasi oder Agra mit dem Taj Mahal urbane Zentren.

Straßenszene in einem Vorort von Varanasi (Uttar Pradesh)

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